Architektur Berlin

24.06.06 – 08.08. 2011: Bauen im Bestand – Dialog der Zeitschichten

Bauen im Bestand in Berlin

Architektur in Berlin bedeutet jetzt und auch in Zukunft Bauen im Bestand:
Und gerade in einer Weltmetropole wie Berlin ist das Verdichten, Umbauen und Weiterbauen der bereits bestehenden Architektur eine echte städtebauliche Herausforderung. Was dadurch entsteht ist eine Symbiose aus dem Alten und Neuen. In historische Bauten werden so zeitgenössische Schichten eingebunden, um so die gesamte Architektur für nachfolgende Generationen erhalten zu können.

Bauen im Bestand ist sehr vielfältig und kommunikativ, sodass jede einzelne Aufgabe eine enge Kooperation zwischen dem Bauherrn oder Eigentümer mit verschiedenen Behörden voraussetzt. Auf diese Weise ist es außerdem möglich, dass aufgrund des unterschiedlichen historischen Wissens der Beteiligten nicht nur die Geschichte bewahrt wird sondern diese wohlmöglich auch weiter geschrieben wird.

Das Bauen im Bestand ist keine rein konservierende Tätigkeit, denn neben der Reaktivierung steht es vielmehr für die Neuinterpretation und Neu-Positionierung des Bestandes.

Das Thema „Bauen im Bestand“ ist in Berlin aktuell wie nie: das prominenteste Beispiel hierfür ist momentan die Gestaltung des Geländes des ehemaligen Flughafen Tempelhof.

So läuft auf dem stillgelegten Berliner Flughafen derzeit das zweite Besucher-Monitoring, bei dem Mitarbeiter einer Agentur an den Eingängen Strichlisten führen und die Parkgäste befragen. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen anschließend in die Planungen für das Tempelhofer Feld einfließen. Denn die Freiflächen sollen sich in den kommenden Jahren noch stark verändern und den verschiedenen Freizeitansprüchen der Berliner gerecht werden.

Informationen zur Ausstellung: Bauen ist Dialog – Aktuelle Beispiele Berliner Bauprojekte im Prozess

An der Stadtplanung sind neben den Architekten und Stadtplanern eine Vielzahl weiterer Partner, wie Akteure aus Politik und Verwaltung, Denkmalpflege, Bezirken sowie Investoren, Experten und Nutzer ebenso wie engagierte Bürgerinnen und Bürger beteiligt.
Aufgrund dessen soll diese Ausstellung allen an der Stadt Berlin Interessierten anhand konkreter Beispiele zeigen, dass die Form des Dialogs die entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Stadtentwicklung ist. Denn die Bevölkerung hat nicht nur einen Anspruch auf Information, als Stadtbenutzer hat sie auch das Recht, innerhalb der Planungsprozesse ihre Ansprüche und Ideen zu beschreiben und nachhaltig einzubringen.

Bauen im Bestand erfolgt demnach zum Großteil auch nach den Wünschen der Bürger.

Und auch die Parklandschaft Tempelhof ist Thema der Ausstellung „Bauen im Bestand“:
Mit einem europaweit einmaligen Verfahren der Bürgerbeteiligung geht es in den kommenden Jahren darum, auf dem ehemaligen Flughafengelände eine innovative, Ressourcen schonende Parklandschaft zu entwickeln, die Teilhabe für eine multikulturelle Gesellschaft umsetzt sowie alle kreativen Kräfte Berlins aktiviert und einbezieht.

Die Ausstellung „Bauen ist Dialog – Aktuelle Beispiele Berliner Bauprojekte im Prozess“ kann noch bis zum 08.08.2011 in der Alten Zollgarage am ehemaligen Flughafen Tempelhof besichtigt werden.

Weitere Informationen zu Bauen im Bestand – Dialog der Zeitschichten>>>

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